Industrieländer benötigen neues Geld
Nach Informationen der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) werden die Industrieländer im Jahr 2012 Gelder in Rekordhöhe beantragen müssen. Im Gespräch ist die Gesamtsumme von etwa 10,5 Billionen Dollar. Das sind umgerechnet 8 Billionen Euro. Somit stiegt der Bedarf an frischem Geld im Vergleich zum laufenden Jahr um etwa 100 Milliarden Euro. Alleine Deutschland beabsichtigt, einen Betrag von geschätzten 280 Milliarden Euro von Investoren zu leihen. Im Vergleich zu 2005 hat sich der Gesamtbedarf somit fast verdoppelt, so die FTD in ihrer Montagsausgabe.
Gründe hierfür sind wie jedes Jahr die gleichen: Finanzierung auslaufender Kredite, Haushaltskonsolidierungen und Begleichung von laufenden Zinsen der Länder. Dabei ist es nicht für jedes Land einfach, an dieses Geld zu kommen: Mit dem Hintergrund der drastischen Eurokrise und angespannter Haushaltslagen variieren hierbei die Zinsen, die die europäischen Staaten als Risikoaufschlag zu zahlen haben, um das Geld zu erhalten. Für zehnjährige Staatsanleihen muss das Land Spanien derzeit 6% zahlen, Italien liegt mit derzeit 7,2% noch etwas darüber.
Keine leichte Ausgangslage, um so mit dringend benötigtem Geld die sowieso bereits angespannten Haushalte zu sanieren.
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